Leibniz Apotheke
GESCHICHTE
Foto: Emil Gildhorn | 1950
Quelle: Historisches Museum Hannover (HMH) ©

2. Standort

1949–1970
Contiblock | Georgstraße 20

Im Zuge des Wiederaufbaus entstand auch die Leibniz Apotheke neu. Der Apotheker Adolf Langer richtete die Apotheke im sogenannten „Conti-Block“ ein, der 1949 hauptsächlich auf der dreieckigen Grundfläche des ehemaligen Hotels „Continental“ als zweistöckiges Gebäude mit provisorischem Charakter errichtet worden war, das zahlreiche Geschäfte sowie das „Amerika-Haus“ beherbergte. Das Hotel Continental war durch Erweiterung und Aufstockung um zwei Stockwerke der „Polytechnischen Schule“ entstanden, die 1879 in das Welfenschloß umgezogen war. Die Schule war die Vorläuferin der heutigen „Leibniz Universität Hannover“, die mit dem Umzug in „Königliche Technischen Hochschule“ umbenannt worden war. 1970 wurde der Conti-Block im Zuge der Vorbereitungen für den Bau der U-Bahn-Stationen unter dem Kröpcke abgebrochen. Diese Zäsur war für Apotheker Langer der Anlass, die Apotheke zu verkaufen, die wiederrum durch äußere Zwänge bedingt, an einen neuen Standort umziehen musste.

Foto: Emil Gildhorn | 1955
Quelle: HMH ©

Mit dem gegenüber liegenden „Café Am Kröpke“, das 1948 von Dieter Oesterlen als Pavillon wiedererrichtet worden war, und den zahlreichen sich hier kreuzenden Straßenbahnlienien – eine der Stationen lag nur durch eine Fahrspur getrennt direkt vor der Leibniz Apotheke – war der Standort im Conti-Block sehr gut und einer der Gründe, weshalb der Start in die Nachkriegs- und spätere Wirtschaftswunderzeit gut gelang und sich die Apotheke zu einer der namhaften Innenstadtapotheken entwickeln konnte.